Über mich
Ich bin Biobäuerin.
Ich bin auf einem landwirtschaftlichen Gemischtbetrieb aufgewachsen.
Milchvieh, Ackerbau, Sonderkulturen.
Ein Alltag, in dem gearbeitet wurde – nicht viel gesprochen.
Wenn etwas anstand, wurde es gemacht.
So bin ich geprägt worden.
Als der Hof nicht mehr getragen hat, ging mein Vater auf den Bau, meine Mutter in die Fabrik.
Ich war die in meiner Familie, die studiert hat – Pädagogik.
Heute arbeite ich schon lange wieder in der Landwirtschaft.
Es ist mein Leben.
Der Hof, den ich übernommen habe, hat vor über 30 Jahren auf Bio umgestellt.
Als einer der ersten in der Region.
Es ist ein kleiner Betrieb.
Nicht besonders modern.
Mit allen Betriebszweigen. So wie früher.
Vielfältiger Arbeit. Viel Handarbeit.
Schneller, höher, weiter
hat hier nie eine große Rolle gespielt.
Hier wird gearbeitet.
Was ansteht, wird gemacht.
Tiere warten nicht.
Die Arbeit entsteht von selbst.
Ich habe Projekte aufgebaut, die verbinden.
Stadt und Land. Menschen und Lebensmittel.
Erntegemeinschaften.
Heute ist vieles wieder kleiner.
Der Hof.
Die Arbeit.
Der Rahmen.
Ich habe reduziert.
Es war an der Zeit.
Ich arbeite nah an dem, was da ist.
Mit den Tieren. Mit dem, was ansteht.
Mit dem, was da ist, verantwortungsvoll arbeiten – hier bei uns vor Ort.
Ich habe außerdem
einen Kindergarten hier gegründet.
Selber habe ich drei Kinder.
Seit 2014 verwitwet.
Ich habe gelernt, durchzuhalten.
Über lange Strecken.
Über Jahre.
Pflegefälle.
Ein kleines Kind.
Viele Verpflichtungen.
Zurückstecken.
Und trotzdem weitergehen.
Ich habe immer nach Lösungen gesucht.
Und sie im Tun gefunden.
Und immer wieder Kraft gefunden.
In den einfachen Dingen.
Im Himmel.
In der Erde.
Hier.
Nicht woanders.
Im Kontakt mit vielen Menschen aus der Stadt sehe ich,
wie weit wir uns entfernt haben.
Vom Tun.
Von der Realität.
Von dem, was einfach da ist.
Ich habe zusätzlich eine systemische Ausbildung gemacht.
Sie ist Teil meines Weges – aber nicht der Ausgangspunkt.
Ich komme aus einer Welt, in der man direkt ist.
Ich spreche aus, was da ist.
Ich arbeite mit dem, was da ist.
Nicht mit dem, was sein sollte.
Das, was ich heute anbiete, ist daraus entstanden:
Kein Konzept.
Sondern ein Ort, an dem nichts optimiert wird.
Ich stelle meinen Alltag zur Verfügung.
Und begleite.
Ich halte aus, was da ist.
Und bleibe.